München, der 23.10.2016. Die Landes-ASten-Konferenz Bayern fordert den Bayerischen Landtag auf, das aktuelle Bayerische Hochschulgesetz (BayHSchG) zu novellieren, um somit die Ernennung von Mitgliedern der Hochschulleitung aus dem Kreis der Studierenden zu ermöglichen.

Die Mitglieder der Hochschulleitung sind in Bayern derzeit auf den Kreis der ProfessorInnen, der wissenschaftlichen sowie der künstlerischen MitarbeiterInnen beschränkt. „Wir sehen keinen Grund, nicht auch Studierende in die Verantwortung zu nehmen“, so Markus Mießlinger, Sprecher der Landes-ASten-Konferenz und Senator der Hochschule München.

Das innovative Konzept, die Aufgaben der Hochschulleitung zusätzlich auch in die Hände von Studierenden zu legen, wird bereits an vier Hochschulen in Deutschland praktiziert – die Zeppelin-Universität Friedrichshafen, Universität Rostock, FH Potsdam und Hochschule Eberswalde.

Martin Bukies, studentischer Vizepräsident an der Zeppelin-Universität, begrüßt die Initiative der bayerischen Studierendenvertretung:

„Durch die Einbindung einer studentischen Sichtweise in die Universitätsleitung wird eine großartige Möglichkeit geschaffen, die für mich hier an der ZU wie an kaum einer anderen Universität zu finden ist: Dass Studierende wie auch Präsidium gemeinsam an einem nachhaltigen Konzept einer Universität arbeiten und sich aktiv dafür einsetzen“, so Bukies.

Der Bayerische Landtag ist nun gefordert, das aktuelle Hochschulgesetz zu novellieren, und zusammen mit der Landes-ASten-Konferenz Bayern ein geeignetes Modell der studentischen Mitsprache zu entwickeln.

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