Suchtpräventionsprogramm

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Der Umgang mit der Sucht...wie damit leben?

ich, Florian habe lange überlegt, wie ich diese Seite hier gestalten könnte. Welche Info' s soll ich unterbringen und wie kann die Seite generell gestaltet werden, um ansprechend in die eigentliche Thematik einzuleiten? Nach reiflicher Überlegung denke ich aber, dass, wer hier auf dieser Seite gelandet ist, auch weiß, warum er bzw. sie hier ist.
Ich möchte über meine eigenen Erfahrungen mit der Sucht berichten und über die Motivation, darüber offen zu schreiben.

Über 10 Jahre lang war mein Leben bestimmt von und durch meine Opiatabhängigkeit. Begleitet von nur wenigen Höhen, aber all den Tiefen, die im Leben eines Süchtigen unausweichlich vorgegeben sind.

Vier stationäre Therapien, zahlreiche Entzüge, immer wieder Beratungen und ambulante Hilfen. Geschweige von den ärztlichen Behandlungen in Form von Substitution mit Codein, Methadon und Subutex. Hinzu kamen Obdachlosigkeit, Beschaffungskriminalität und Haft.

Inzwischen bin ich 32 Jahre alt und seit 3 Jahren "clean".

Ich habe bemerkt, dass die stoffliche Abstinenz nicht nur einen Verzicht darstellt, sondern im Gegenzug auch äußerst bereichernd sein kann. Nur zu gut weiß ich allerdings, dass es zahlreiche Wege hin zur Droge gibt und zig "gute" Gründe um bei ihr zu bleiben! Aber weiss ich nun auch, dass es nicht nur eine richtige Lösung für die Probleme, die eine Abhängigheit mit sich bringt, gibt!

Auch aufgrund meines eigenen früheren Lebenswandels studiere ich heute im 4. Semester "Soziale Arbeit". Ich versuche, die Theorie mit der Praxis in Einklang zu bekommen, die ich zu gut aus eben dieser anderen Perspektive kennen gelernt habe.

Was ich nun hier im Rahmen der Studierendenvertretung nicht anbieten möchte, ist eine Beratung im herkömmlichen Sinne (dazu wäre ich sowieso nicht berechtigt).

Was ich anbieten will, ist ein offenens Ohr, Akzeptanz und Verständnis. Und natürlich, wenn möglich, auch persönliche, auf meinen eigenen Erfahrungen basierende Informationen oder Hilfestellungen in sämtlichen Fragen oder Anliegen, die Deine eigene "stoffliche" Abhängigkeit oder Dein missbräuchlicher Konsum oder aber auch das Suchtproblem eines guten Freundes oder gar Angehörigen mit sich gebracht haben.