Fachschaften und andere Gremien laden dazu ein, sich über das Studium hinaus zu engagieren

Wenn eine Veranstaltung geglückt ist und im Anschluss Studierende mit Fragen oder Lob auf sie zukommen, sind Diana Irmscher und Frederike Eck zufrieden mit sich. Als Leiterinnen der Fachschaften der Fakultät für Informatik und Mathematik bzw. Geoinformation engagieren sie sich ehrenamtlich für die Studierendenschaft.

Die Aufgaben in den Fachschaften variieren von der Organisation von Vorkursen über Sprechstunden bis hin zu der Gestaltung und Umsetzung von einer Informationsbroschüre für Erstsemester. »Wir haben ein offenes Ohr für jeden Studenten und können bei fast allen Angelegenheiten weiterhelfen. Wenn wir mal nicht weiterwissen, haben wir immerhin die entsprechenden Ansprechpartner parat«, merkt Diana Irmscher an.

FACHSCHAFTSARBEIT

Frederike Eck hat schon ein Studium absolviert und startete daher gleich im ersten Semester mit ihrer Fachschaftsarbeit an der Fakultät für Geoinformation. Im ersten Jahr beteiligte sie sich als »inaktives«, also nicht gewähltes Mitglied. Dadurch konnte sie erste Erfahrungen sammeln, ohne gleich die volle Verantwortung zu tragen. Nun wurde sie in den Fakultätsrat gewählt und ist damit auch of zielles Mitglied der Fachschaft. Im ersten Semester ging es gleich ans Eingemachte: Zum ersten Mal wurde eine Erstsemesterveranstaltung organisiert, »inklusive einer Stadtrallye, die unsere Studierenden auch mal an den Campus Lothstraße führte«, erzählt Eck.

Wichtig ist, dass man sich einen Bereich sucht, an dem man Freude hat. Wer technisch versiert ist, kümmert sich um Webauftritt oder App, wer kreativ veranlagt ist, entwirft Flyer. Man sollte sich vorher klar machen, dass man für die Arbeit Zeit und Engagement mitbringen muss. Dennoch: »Das große Netzwerk, das an der Fakultät und über sie hinaus entsteht, ist großartig«, berichtet Irmscher – und auch, dass »man an der Hochschule etwas mitgestalten kann«.

TIPPS FÜR DEN NEUEINSTIEG

Wie sie sich auf die Wahlen vorbereitet haben, verraten die Studentinnen gern. Auf einem Plakat wurden die verschiedenen KandidatInnen vorgestellt, ansonsten waren Social Media ein wichtiges Tool. In den verschiedenen Semestergruppen posteten sie ihre Anliegen. Wichtig sei aber auch der direkte Kontakt zu den Studierenden.

Für die Zukunft wünschen sich die beiden, dass alle Gremien noch enger zusammenarbeiten – beim Angebot von gemeinsamen Tutorien glückt dies bereits – bei anderen Veranstaltungen sei noch Luft nach oben. Auch eine höhere Wahlbeteiligung wäre erstrebenswert. Um dies zu erreichen, würden sie gern mehrere Wahltermine einführen, damit jeder die Möglichkeit hat, wählen zu gehen.

STUDIERENDENPARLAMENT UND STUDIERENDENVERTRETUNG

Das StuPa setzt sich aus 28 direkt Gewählten, 14 Fachschaftsentsandten sowie den zwei studentischen SenatorInnen zusammen. Zudem gibt es in der im StuPa viele überfakultäre Arbeitskreise und Referate, in denen engagierter Nachwuchs immer gern gesehen ist. Themen sind z.B. Engagement für Flüchtlinge, Wahrnehmung der hochschulpolitischen Interessen, Gleichstellung, Umwelt und Soziales, Veranstaltungen, Sanitäter u.v.m.

Autorin: Louisa Tomayer, Volontärin Hochschulkommunikation
Veröffentlicht im Magazin “semester@HM”, Ausgabe November 2015